Ρεβύθια με μεδούλι από την Εύη Βουτσινά

Geschmorte Kichererbsen mit Rindermark nach Evi Voutsina

Dieses traditionelle Rezept stammt von der renommierten Kochbuchautorin Evi Voutsina aus Lefkada. Ein schlichtes und zugleich außergewöhnlich aromatisches Gericht der griechischen Küche, das von der Kraft hochwertiger Zutaten und einer behutsamen Zubereitung lebt. Idealerweise werden kleine Kichererbsen verwendet, wie sie auf ihrer Heimatinsel angebaut werden. Gemeinsam mit Rinder-Markknochen langsam gegart, verbindet sich das zart schmelzende Mark mit der Brühe und verleiht dem Gericht seine unverwechselbare Tiefe, Fülle und Geschmeidigkeit.

Zutaten (für 4 Personen)

500 g Kichererbsen, über Nacht eingeweicht
2 Zwiebeln, fein gehackt oder gerieben
4–5 Rinder-Markknochen (Oberschenkelknochen), vom Metzger
zerteilt
1–2 Lorbeerblätter
3–4 Pimentkörner
Natives Olivenöl extra
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Wasser

Zubereitung

Die Kichererbsen gründlich abspülen und in einen großen Topf geben. Zwiebeln, Markknochen, Lorbeerblätter und Piment hinzufügen und mit reichlich Wasser bedecken.

Zum Kochen bringen und den entstehenden Schaum sorgfältig abschöpfen. Anschließend die Hitze reduzieren und das Gericht 1½ bis 2 Stunden sanft köcheln lassen, bis die Kichererbsen weich sind und sich das Fleisch an den Knochen nahezu aufgelöst hat.

Gegen Ende der Garzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken und großzügig mit nativem Olivenöl extra verfeinern.

Das inzwischen weich gewordene Rindermark kann vorsichtig aus den Knochen gelöst und unter die Kichererbsen gerührt werden. Dadurch erhält das Gericht seine charakteristische, samtige Textur und seinen tiefen, vollmundigen Geschmack.

Serviervorschlag
Heiß servieren und mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer veredeln. Nach Belieben mit etwas zusätzlichem nativem Olivenöl extra beträufeln.

Weinempfehlung

Zu geschmorten Kichererbsen mit Rindermark passen Weine, die Frische, Eleganz und eine zurückhaltende Struktur miteinander verbinden. Die cremige Textur des Marks und die erdigen Aromen der Hülsenfrüchte verlangen nach Weinen mit lebendiger Säure, feiner Frucht und ausgewogener Struktur.
Besonders empfehlenswert sind leichtere bis mittelkräftige Rotweine aus der Rebsorte Agiorgitiko, deren weiche Tannine und saftige Frucht das Gericht harmonisch begleiten, ohne seine feinen Aromen zu überdecken. Ebenso überzeugt Limniona mit ihrer frischen Säure, eleganten Struktur und dezenten Kräuterwürze, die wunderbar mit den Aromen von Lorbeer und Piment harmoniert.
Auch trockene Interpretationen der Rebsorte Mavrodaphne sowie seltenere autochthone Sorten wie Vlachiko bieten eine spannende Begleitung. Ihre feine Struktur, die ausgewogene Säure und ihr leicht erdiger Charakter ergänzen die Tiefe des Gerichts auf besonders gelungene Weise.
Eine interessante Alternative stellen moderne Interpretationen der Retsina dar. Ihre charakteristischen harzigen Noten und die lebendige Säure bilden einen reizvollen Kontrast zur Fülle des Rindermarks und verleihen dem Gericht zusätzliche Frische und Komplexität.
Ebenso empfehlenswert sind Skin-Contact-Weine aus Rebsorten wie Assyrtiko oder Roditis. Durch ihre feine Gerbstoffstruktur und zusätzliche Textur schaffen sie eine elegante Verbindung zwischen der rustikalen Kraft des Gerichts und seiner überraschenden Raffinesse.